Über mich

Mein Bild
Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar (Astrid Lindgren)

Freitag, 19. August 2016

Kanufahren im Ardeche-Tal

Ardeche. Ein Kanu. Ein Zelt. Mehr braucht man nicht.
10 Tage Südfrankreich.

Unsere Reise. Eine Nacht Lyon. Die Stadt mit der wunderbaren Altstadt, zu Recht Unesco-Weltkulutrerbe. Auf der Rhone-Insel in einem kleinen Hotel übernachtet. Zur Kathedrale hochmaschiert, das tummelige Altstadt-Leben genossen. In den quirligen kleinen Restaurant gesessen und das Leben beobachtet. Frankreich pur hier auf der Rhone-Insel.
Dann 3 Tage Ardeche-Tal. Eine 13 km lange Kanutour und ein Campingplatz direkt am Ufer der Ardeche. Ein quasi privater Uferplatz für uns. Steilwand gegenüber, aber Sonne bis 19 Uhr. Der schönste Badeplatz im Urlaub. St-Martin de Lá Ardeche nehmen wir unterwegs mit. Der kleine Ort hoch über dem Ardeche-Tal mit dem tollen Ausblick. Danach weiter Richtung Camargue und nach Les Saintes Marie de la mer. Flamingos gucken. Mücken erlegen. Tausende Touris ertragen. Nach einer Nacht ist´s genug . Bei einem 17 Grad kalten Mittelmeer fällt uns die Entscheidung leicht,doch wieder lieber zurück an die Ardeche zu fahren. Unterwegs Besichtigung von Arles-Orange-Avignon. Arles ist toll, Orange und Avignon überzeugen uns nicht so sehr. Aber die alte Felsenstadt Les Beaux mit dem grandiosen Blick ins Luberon und die restliche Provence. Wieder 3 Tage Ardeche-Tal. Dieses Mal aber finden wir keinen freien Zeltplatz mehr, also Übernachten und Sonnen-Frühstück auf der Terrasse bei Cafe Arnaud. Eine gute Wahl. Die Beste. Wohnen wie bei den Franzosen. Französischer geht es nicht. Cafe au lait mit Croissant unter Plantanen und Dienstags ist immer Boulespiel dort.
Nach 9 Tagen leider schon wieder die Heimreise und noch eine Nacht Station auf der Rhone-Wein-Route Grand Cru in Savigny. Dort finden wir zufällig das liebevoll restaurierte Schloss mit den alten Autos von Abarth, den alten Flugzeugen inmitten von Weinbergen und jede Menge Feuerwehrautos. Savigny-Schloss ist eine Besichtigung wert. Savigny-der Ort einfach malerisch romantisch schön.
Unser High-Lights fernab vom üblichen Touismus: Schokoladenmuseum in der Cité de la Chocolat in Valrhona, Kekse in les Beaux und die Farbpaletten in Ruoms. Das Schloss Savigny und dieses romantische Dörfchen drumherum, fernab vom üblichen Tourismus. Und natürlich das nette Cafe Arnaud in Ruoms.
Die Pforte! Wir sind drunter "her-gekanutet". Großartig.





Strand nur für uns! Campingplatz Midi im Ardeche Tal. Unsere Empfehlung für den schönsten Badestrand.
Die Tunnels im Ardeche-Tal
Kanu-Tourismus auf der Ardeche. An guten Tagen bis zu 3000 Stück.
Arles- Arena. Ein Städtchen, das man gesehen haben muss!
Avignon-Papstpalast
Les Beaux-die große Bisquit-Auswahl
Schloss Savigny auf der Rhone-Wein-Route Grand Cru
Rhone-Tal. Schloss Savigny. Eine tolle Sammlung alter Flugzeuge, Autos und Feuerwehrwagen

Sonntag, 8. Mai 2016

Tortenküche: Tussi-Torte und geflickter Eisbär am Muttertag!

Heute ist Muttertag und wir gehen zu einem Torten-Workshop! Eben, warum auch nicht? Um es vorweg zu nehmen: Es war toll, hat irre Spaß gemacht und das Ergebnis lässt sich sehen. Nur essen können wir die Torte nun leider nicht mehr, weil es natürlich museumsreife Lieblingsstücke geworden sind!

Unser Ergebnis: 2 tolle Torten in Tussi-pink und Eisbär-blau

Am Muttertag mit Muttern beim Tortenbacken. Was auch sonst?
Meine Mutter mit ihrer pinken "Tussi-Torte".
Tolle Blumen aus Blumenpaste und Fodant. Kann sich sehen lassen!

Montag, 25. April 2016

Veganer Zimtzupfzopf

Knuspriger Zimtzupfzopf, schmeckt auch mit heißer Vanillesoße!
Auf Wunsch meiner Tochter haben wir mal einen rein veganen Zimtzupfzopf gebacken.

Zutaten: 400 g Mehl, ca 180- 200 ml Mandelmilch oder Hafermilch, 1 Päckchen Hefe, 50g Rohrzucker,  75 Margarine, 1 großer EL Chiasamen in 2 EL Wasser aufgelöst als Eiersatz.
Für die Füllung 75 g Margarine,  75g Rohrzucker, 2 TL Zimt, etwas Vanillezucker.
Hefeteig aus Milch, Mehl, Zucker, Margarine und Hefe herstellen, 1/2 Stunde an einem warmen Ort gut gehen lassen, dann ein dünnes Rechteck auswellen von 30x50 cm, mit dem restlichen Fett bestreichen und Zucker Zimt darüber streuen. Dann die Teigplatte in 36-40 kleine Quadrate schneiden. Quadrate in einer Kastenform senkrecht schichten, mit etwas Rohrzucker bestreuen und gut 35 min bei 180 Grad im nicht vorgeheizten Ofen backen.

Schmeckt erstaunlich lecker, mit heißer Vanillesoße einfach köstlich!
Zimtzupfzopf aus kleinen Teigquadraten

Montag, 29. Februar 2016

Plastikfrei kochen. Perlgraupen-Eintopf.

Unser Ziel in dieser Woche ist es, komplett plastikfrei zu kochen. Also nur Lebensmittel zu verarbeiten, die nicht in Plastik eingepackt sind. Einfach mal mit anderen Augen durch den Supermarkt laufen. Und dabei Nahrungsmittel entdecken, auf die man sonst nie achtet. Heute waren es Perlgraupen und Buchweizenmehl. Beides in Papier verpackt.
Aus dem Buchweizenmehl haben wir direkt Zimt-Scones gebacken, die Perlgraupen kochen gerade im scharfen Eintopf. Dafür benötigen wir
125 g Perlgraupen mittelgroß
3 EL Öl
800 g klein geschnippeltes Gemüse: Möhren, Erbsen, Sellerie, Fenchel, Brokkoli, Kohlrabi, rote Beete, Bohnen, Pastinaken etc. ( alles, was noch im Kühlschrank lagert und verarbeitet werden kann, aber keine Paprika, keine Zwiebeln)
1,5 Liter Wasser
2 EL Gemüsebrühe
3 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Chiliflocken
Alles zusammen 15-20 min köcheln lassen und dann abschrecken
Fertig!

Buchweizen Scones mit Zimt

Leckere und schnell gemachte Buchweizen Scones mit Zimt.
Buchweizen hat einen besonderen eigenen Geschmack, so dass die Scones sogar ohne Zimt ein Leckerbissen sind. Einfach mal ausprobieren und Neues entdecken!

Buchweizenscones mit Zimt
150g Buchweizenmehl
150g Weizenmehl/oder helles Dinkelmehl
125 g Butter
2 gute TL Backpulver
1 TL Zimt
150 ml Kefir/ oder Buttermilch
1 Ei
1 PR. Salz
Alles gut zusammenkneten und 10 Scones daraus formen  (ich lasse die gerne ein bisschen zipfelig und gezupft)
Bei 175 Grad ca 10 -12 min backen.
Rezept für Buchweizenscones mit Zimt, schnell und lecker zum Tee und Kaffee

Montag, 22. Februar 2016

Motivnudeln- High Heels-Pasta

Leckere Nudeln selber machen ist gar nicht so schwer.
400g Weizenmehl (Hartweizengrieß sehr fein gemahlen ist noch besser), 4 Eigelb, 1 TL Salz, 2 El Olivenöl und etwas Wasser.
Den Teig mit so viel Wasser zusammenkneten, dass er fest zusammenhält. Eine Stunde ruhen lassen. Dann ganz dünn auswellen, am besten geht das mit der Nudelmaschine.
Nudel ausstechen. Dafür eigenen sich alle Weihnachtsausstecher, aber besonderns schön sieht es mit trendigen Motiven aus. Bei uns sind das die High Heels und die Osterhasen, die besonders gerne gegessen werden. Wer bunte Nudeln haben möchte, vorher noch mit Spinatpüree/Tomatenmark oder Rote Beetesaft einfärben. Dann 2 Tage gut trocknen lassen und in einem luftdichten Behälter lagern. Fertig.
Nudeln selber machen: hier: High Heel Pasta
High Heel Nudeln mit Tomatenmark gefärbt
Osternudeln: Häschen und Möhrchen. Rote Beete färbt die Nudeln wunderbar pink
Osternudeln. Dinkelnudeln marmoriert mit etwas Rote Beetesaft
Dinkelnudeln als Puzzelteile marmoriert und getrocknet

Freitag, 15. Januar 2016

Cuba oder "wir waren auch noch schnell da, bevor die Amis kommen"

Unser erster Eindruck beim ersten Spaziergang durch Havanna. Galerie!

Um mal direkt mit einem Trugschluss aufzuräumen: Die Amis sind schon da. Auch wenn es noch keine Direktflüge von USA nach Kuba gibt, sie reisen über Montreal ein. Mal mit französischem Pass, mal mit einem anderen. Eben über Kanada. Genau wie die Deutschen und die Russen und alle anderen, die da eben noch mal hin wollen, bevor all die "Amis" wirklich kommen.
Alle erzählen, dass es so toll auf Kuba sein soll! Und dann diese ganze alten Autos! Ein Traum! Da muss man dann wohl mal hin.
In der Kubanischen Botschaft haben wir persönlich das Touristen-Visum besorgt für 22,- Euro. Ohne persönliches Erscheinen, also wenn man für den Partner das Visum mit besorgen möchte, berechen die Kubaner locker 46 Euro pro Visum. Das ärgert schon mal! Also musste wir alle persönlich dort auflaufen. Aber wir bekommen das Visum und können die Reise planen.

"Ok, das muss man sehen, bevor all die Amis kommen und ihre Fastfood-Ketten dort errichten", haben wir uns kurz vor Weihnachten gesagt und sind mit Eurowings EW 130 am 25. Dezember 2015 eine Stunde zu früh in Varadero eingeschwebt.

Von da an gehen die Uhren langsamer für uns, ungefähr halb so schnell wie in Deutschland. Man landet und alles dauert und dauert. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen, wenn man aus dem schnelllebigen Deutschland einschwebt. Auf Kuba hat man Zeit. Viel Zeit. Für alles.
Flughafen, Visumkontrolle dauert locker einen Stunde. Auch die Gepäckausgabe war da noch nicht fertig! Wir warten geduldig. Auf Visumabfertigung und Gepäck.

Varadero, so sagte man uns schon vorher, ist nicht typisch Kuba! Dort gibt es zwar schöne Postkarten-Strände, aber sonst muss man da nicht unbedingt hin: In Varadero reiht sich ein riesiger Hotelkomplex an den nächsten. Das haben wir uns also zu Beginn der Reise geschenkt und kaum gelandet, haben wir nach dem Bus nach Havanna Ausschau gehalten. Vorher aber noch schnell das Bar-Geld umgetauscht (das geht in der Abflughalle von Varadero übrigens deutlich schneller als in der Ankunftshalle, wo alle nach der Landung tauschen wollen! Unser Tipp: Nehmt genug Euro-Bargeld mit, die Geldautomaten funktionieren nicht besonders gut in Kuba! Sicher ist sicher, sollte dort die Devise sein! Da für Touristen alles teuer ist, braucht man auch relativ viel Geld. Als Maßstab kann so in etwa das deutsche Preisniveau bei Lebensmitteln, Transport und Cafe gelten.)

Der  Platz im Viazul-Bus kostet von Varadero 10 CUC (ca. 10 Euro) nach Havanna und die Fahrt dauert gute 2 Stunden, allerdings im klimatisierten Reisebus. Der Busfahrer hat uns dann netterweise direkt an der Haupt-Einfall-Straße in Cojimar, 10 km vor den Toren Havanna´s, abgesetzt. Wir haben einen alten Taxi-Lada (Tür klemmte, Kofferraum war unbenutzbar) angehalten, der uns mit einiger Mühe Richtung Meer chauffierte zu unserer ersten gebuchten Unterkunft in Cojimar. Cojimar ist ein kleines Fischerdorf direkt am Meer, in dem schon Hemingway residierte. Überhaupt ist Hemingway überall in Kuba gewesen, wenn es nach den Geschichten und Fotos geht. Kein Café ohne Hemingway. Wir erreichen also unser Casa Particular "Candy House".
Unsere Unterkunft für 3 Nächte macht auf den ersten Blick auch einen guten Eindruck. Meeresrauschen in der ersten Nacht. Herrlich. Die zweite und dritte Nacht sind dann weniger ruhig, weil in unmittelbarer Nähe eine laute Disco bis 3 Uhr morgens lärmt und immer Samstags und Sonntags betrieben wird. Somit kann man die Unterkunft an diesen Tagen auf keinen Fall empfehlen! Und mit 30 CUC (ohne Frühstück) die Nacht damit auch zu teuer. Zwar liegt das Casa direkt am Meer, allerdings kann man da der Stelle nicht baden, der Strand ist dreckig, zu felsig und die  morgendliche Anreise nach Havanna City kostet jeweils auch 10 CUC einfache Fahrt. Unser Tipp: Das kann man sich sparen, besser man bucht ein Casa Particular direkt im Zentrum von Havanna


Unser erster Tag in Havanna:
Einfach durch die alten Straßen flanieren und das Leben dort auf sich wirken lassen. Und dann unbedingt schnell in diese eine Bäckerei auf der Hauptstraße einkehren, wenn ihr sie seht. Es wird die einzige sein, die man mit einem Sortiment von mehr als 2 Artikeln in Kuba findet. Dort kann man zum Cafe ein Croissant oder ein kleines Teilchen genießen. Süß und pappig, aber eben unique in Cuba. Im weiteren Verlauf der Reise gibt es dann nur noch trockene Kräcker und Wasser für unterwegs!
Mein Favorite. Der Pinke! Oldtimer wohin man sieht in Havanna.
Das Mittagessen im Compostella1 7 für je 15 CUC. Es gibt das klassische Menü. Reis mit schwarzen Bohnen, gegrillten Fisch (alternativ Pollo oder Schwein), 3 Scheiben hauchdünne Gurke, 3 Scheiben hauchdünne Tomate und etwas geraspeltes Weiß-Kraut dazu. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen: Dieses Menü würde es von nun an fast jeden Tag geben!
Die alte Apotheke in Havanna

Katzen-Kunst mitten in Havanna. In allen Farben.
Tag 2 in Havanna:
Wir beginnen unseren Tag im Alten Castello auf der anderen Seite der Bucht mit tollem Blick über Havanna und das Meer. Der Blick ist prima, das Castell an sich bietet wenig. Kurz noch ein Besuch bei Jesus Christ über der Bucht bei Havanna und schon sitzen wir wieder im Taxi in die Altstadt. Auffällig ist: Kaum Schiffe im Hafen, kaum kleine Boote auf dem Meer, keine Überfahrtsmöglichkeit auf dem Meer nach Havanna City. Alles irgendwie wie leer gefegt auf dem Meer. Das haben wir noch in keiner anderen Stadt gesehen! Komischerweise führt wirklich nur ein Weg nach Havanna City. Es gibt keine Brücke über die Bucht, man muss durch den alten Tunnel mit einem Bus oder Taxi fahren. "Gib Fußgängern keine Chance", scheint hier das Motto zu sein! Mulmiges Gefühl in diesem alten Tunnel!

Am Alten Platz finden wir nach diesem Vormittag einen tollen Platz auf dem Balkon im ersten Stock und genießen einen riesig großen Teller Avocado-Salat für 5 CUC und ein Hähnchen-Sandwich dazu! Die letzte kulinarische Bastille für die nächsten anderthalb Wochen. Weiter geht es am Nachmittag durch Havanna, ins Rum-Museum für 6 CUC je Nase. Nicht viel zu sehen im Museum, aber man kann jede Menge Rum dort kaufen. Immerhin gibt es dort auch ein Glas Zuckerrohrsaft mit Orange zu kaufen! Lecker. Ich schlage direkt zu!

Tagsüber freuen wir uns an all den alten Autor und Kunstgegenständen, die reichlich und sehr geschmackvoll über Havannas Boden verteilt sind. Zu gucken gibt es da viel. Abends kehren wir in diese Bar ein, in der alle schon einmal waren: Hemingway sowieso, der Buena Vista Social Club und wir dann auch. Live Music  und Pina Colada, Mojito & Co gehen hier in Massen über den Tresen. Hier verewigen auch wir uns an der Wand und teilen uns ein klassischen kubanisches Menü mit Reis, Bohnen, Chicken und den 3 Scheiben Gurken und Tomaten.

Abends in Havanna La Bodeguita del Medio: Buena Vista Social Club war hier. Hemingway war hier. Wir auch! Und haben uns an der Wand verewigt.
Havanna am Alten Platz. Hier wird noch renoviert!
Tag 3. Abfahrt nach Cienfuegos.
Wir ergattern im Bus dorthin die letzten 2 Plätze in der Viazul-Bus-Station für je 20 CUC. Das Taxi zur Bus-Station hin ist fast genauso teuer wie die Tickets für den Bus. Auch so kann Kuba Devisen scheffeln. Überhaupt hat man das Gefühl, als Tourist dort eine gemolkenen Kuh zu sein. Unser Reise-Tipp: Immer gleich bei Ankunft in einem Ort in der Viazul-Bus-Station die Weiterfahrt in den nächsten Ort buchen (man braucht viel Zeit und Geduld beim Ticket lösen und Anstehen für die Fahrt am Abfahrtstag!! Also viel Zeit einkalkulieren und mind. 1 Stunde vor Abfahrt am Viazul-Abfahrts-Ort sein!). Wir sitzen also auf unseren Plätzen und fahren 4 Stunden mit einstündigem Mittagessensstopp nach Cienfuegos. Das war eine gute Entscheidung. Deutlich weniger Touristen, mehr Kuba. 
An der Busstation lassen wir uns von einem Jungen "abschleppen" zu dem Haus seiner Mutter und wie uns nachher bewusst wurde, ein echter Geheim-Tipp. Die rosa Küche ist ein Traum! Wir sind mitten in Cienfuegos, haben ein Haus ganz für uns alleine für 20 CUC die Nacht. Die kubanische "Mama" macht uns morgens das Frühstück und kocht Abends das leckere, typisch kubanische Menü. Zwischendurch schlendern wir durch Cienfuegos und sitzen lange in der Bar am Wasser mit der coolen Livemusik! Das wird dort unserer Lieblingsplatz. Cienfuegos kann uns überzeugen, hier ist kubanisches Leben! Schöne koloniale Architektur! Das sollte man sehen hier in Kuba!
Blick von unserer Dachterrasse auf diese wunderbare alte Treppe des Nachbarhauses
Unsere rosa Küche in dem Casa Particular in Calle 56, No 4108. Ein echter Geheimtipp!

Cienfuegos
Cienfuegos in himmelblau!
Weiterfahrt nach Trinidad:
Nach 2 Tagen Cienfuegos fahren wir weiter nach Trinidad. Denn da muss man auch mal hin, wenn man auf Cuba ist. Ist ja Weltkulturerbe.Wieder ergattern wir nur knapp noch einen Platz im Bus um 12.45 Uhr. Für 20 CUC pro Person fahren wir mit 1 Stunde Verspätung ab nach Trinidad. Bei Ankunft in Trinidad nach eine unspektakulären Fahrt starten wir direkt den Versuch im Ticketbüro, nach 2 Tagen dort eine Weiterfahrt nach Varadero zu buchen. Wir scheitern. Der nächste Bus fährt erst nach 4 Tage wieder in Trinidad ab! Wow. Wir organisieren uns bei einem "Offiziellen" an der Busstation ein Taxi zusammen mit 3 Kanadiern für den übernächsten Tag. Ein Großraumtaxi für den 1. Januar um 9 Uhr. Irgendwie kommen Zweifel auf. Hoffentlich klappt die Weiterfahrt nach Varadero in 2 Tagen wirklich und das Taxi kommt wie versprochen. Die Kanadier müssen am selben Tag nach Hause fliegen, wir haben noch 2 Tage mehr Zeit! 
Aber zuerst ist jetzt Trinidad dran. Kopfsteinpflaster, soweit das Auge reicht. Eine Herausforderung für unsere Koffer. Aber wirklich romantisch hier! Unser Casa Particular bei Fidel und Yesmina ist ein Traum mit Blick über Trinidad und in die Berge. Gut getroffen! Wir essen zu Abend im blauen Haus an der Ecke bei Fidels Verwandten. Das klassische Menü, wir kennen es ja bereits. Und auch die 3 Scheiben hauchdünne Gurke und Tomate.
Im alten Kloster von Trinidad
Trinidad, Kopfsteinpflaster und Pferdekarren

Heute ist Silvester, der 31.12.2015. Letzter Tag im Jahr, wir planen einen halben Tag für die Trinidad-Besichtigung ein und dann soll es etwas  karibischen Strand geben. Trinidad ist schnell erkundet, das historische Zentrum kann man in 2 Stunden abklappern. Die Beatles Bar gehört natürlich auch dazu. Doch heute wollen wir unbedingt an den Strand. Wir sind ja schließlich auf Kuba! Karibikfeeling. Der nächste schöne Sand-Strand ist ca. 10 km entfernt. Ancon. Der Taxifahrer muss 2 Mal nach dem Weg fragen, aber wir erreichen den Strand mit der alten Sowjet-Hotelbebauung. Palmen und Strand können uns nicht so richtig überzeugen: Heute ist auch noch das Wasser trübe. Kein richtiges Karibikfeeling hier! Nach 3 Stunden fahren wir im alten Lada-Taxi nach Trinidad City zurück.

Es ist Silvester. Wir gehen raus auf die Straße zum casa de la musica, direkt neben der Kirche. Essen kurz zu Abend dort oben auf der Terrasse und stürzen uns dann ins Getümmel mit Live Music den ganzen Abend. Um 24 Uhr dann ausgelassene Stimmung, keine Feuerwerk, nur eine rote Leuchtrakete, abgeschossen irgendwo von Bord weit draußen über dem Meer.

Kubanische Kunst in Trindidad, außerhalb des Touristentummels
Neujahr, 9 Uhr. Rückfahrt nach Varadero:
Das Taxi kommt nicht, wie befürchtet. Aber Unser Herbergsvater Fidel organisiert schnell ein anderes. Wir fahren nach Varadero zurück.  Zusammen mit 2 Kanadieren für 120,- CUC insg. Noch 2 Tage Strandurlaub in Varadero und dann wieder Heimflug.

Varadero ist ein Albtraum für Kuba-Urlauber. Mit dem Hopp-on-Hopp-off Bus für 5 CUC fahren wir einmal entlang der Varadero-Hauptstraße: Hotelkomplexe soweit man sieht. Alte Sowjetbebauung, zwar angemalt und geschönt, aber immer noch deutlich zu sehen. Im Restaurant Abends sind die meisten Gerichte nicht mehr verfügbar. Nahrungsmittelengpässe auch für Urlauber. Überteuerte Preise für Touristen bei Eintrittsgeldern (Museen etc.) und Transport (Taxi ca. 1 CUC/pro km). Und dann wirklich auf 20 km Hotelkomplexe und Restaurants. Wir flüchten uns in den alten Teil von Varadero und finden nach einer Empfehlung das Seaquilla direkt am Strand. Hier verbringen wir noch 2 Tage Strandleben. Aber auch hier stellt sich karibisches Feeling irgendwie nicht so richtig ein.

Letzter Tag. Es regnet in Strömen: Wir vertrödeln den Tag bis 15 Uhr auf der überdachten Terrasse der Seaquilla und blicken auf das etwas trostlose Meer.
Da es kaum noch etwas zu essen gibt im Casa, weder Brot zum Frühstück noch Fisch, noch Hähnchen, essen wir heute den Lobster, der noch vorrätig ist. Planwirtschaft und Wirtschaftsblockaden lassen grüßen. Lobster war aber super lecker.

Unser letztes Menü. Lobster. Weil es nichts anderes mehr gab!
Fazit unserer Reise nach 10 Tagen: Nach Cuba kann man fahren, muss man aber nicht. Es gibt weltweit schönere Strände, interessantere Städte, mehr Kultur, schönere Landschaften, besseres Essen und angenehmeres Reisen als auf Kuba. Aber nirgendswo coolere Autos. Und die so oft genannten 25 CUC Ausreise-Gebühr werden am Flughafen nicht (mehr) erhoben.

Das ist das, was bleibt, wenn man zurück an Kuba denkt.

PS.: Unser Postkarten haben genau 8 Wochen von Kuba bis nach Deutschland gebraucht!


Die Oldtimer in Havanna. Bleiben in Erinnerung!

Dienstag, 12. Mai 2015

Monster High Torte-wie aus einem Guglhupf eine Erlebnistorte wird.

Aus dem Barbiealter sind wir hier schon raus, aber Monster High Puppe sind immer noch hoch im Kurs. Ebenso wie der Torten Wunsch zum Geburtstag. Das erste Mal mit selbst gemachten Fodant. Und dank der Gummibärchen Vielfalt ein echter Gruseltorten- Hingucker.

Monster High Torte mit Fodantüberzug und Verzierung

Fodant selber machen ist sehr einfach. Für das Fodant folgende Zutaten nehmen:
20 g Traubenzucker in 20 ml warmen Wasser lösen ( 20ml Glycerin aus der Apotheke geht auch), 750 g Puderzucker fein sieben, 90g erwärmstes flüssiges Kokosfett, 6 Blatt Gelatine in  6 EL Wasser 10 min. einweichen und zusammen leicht erwärmen, nicht kochen lassen. Dann alles zusammen kneten. Farbpigmente gebe ich immer erst vor Verarbeitung in Teilstücke des Fodants bei. Das funktioniert prima. Kann luftdicht bis zu 4 Wochen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor Verarbeitung gut mit den Händen durch kneten, dann  wird es wieder weich und lässt sich gut verarbeiten. Auf die Arbeitsplatte und ans Wellholz etwas Puderzucker sieben, dann klebt es nicht beim Auswellen. Die Gummibärchen mit etwas Zuckerguss ankleben.
Monster High Torte-Guglhupf monstermäßig

Monster High Kuchen mit Fodantüberzug

Sonntag, 22. Februar 2015

Moonlight Serenade

Unsere Kollektion Moonlight- Serenade ist fertig. Zumindest die ersten Modelle sind genäht!
Moonlight-Serenade, Mond selbst genäht in rosa mit Blumen und Baumwoll- Plüsch

Mond selber nähen mit Blumen in blau und mit Westfalenstoff und Baumwollplüsch
Moonlight-Serenade mit Bio-Plüsch, Ökostoff, Ökoplüsch, Baumwollplüsch

Modell von Mondfrau Henriette, ganz in pink und rosa, mit Baumwoll-Plüsch